Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren Teaser

Für die Führung eines Girokontos und die damit verbundenen Dienstleistungen erheben Banken Kontoführungsgebühren. In der Regel erfolgt die Abrechnung zum Ende eines Vierteljahres und wird den Kunden als Anlage zu ihrem Kontoauszug ausgehändigt. In den meisten Fällen verlangen die Banken einen monatlichen Pauschalbetrag zur Deckung der anfallenden Kosten. Häufig bieten die Kreditinstitute verschiedene Pauschalen an, aus denen Kunden die für sie passende Option wählen können. Dabei wird danach unterschieden, ob das Konto per Onlinebanking geführt wird, wie die Abholung der Kontoauszüge erfolgt, wie viele Buchungen monatlich über das Konto abgewickelt werden und ob eine Kreditkarte zum Girokonto ausgehändigt wird. Diese und andere Faktoren können die Höhe der Kontoführungsgebühren beeinflussen.

Vergleich

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, kann sich ein Vergleich der verschiedenen Kreditinstitute durchaus lohnen. Insbesondere wenn keine zusätzlichen Dienstleistungen in Anspruch genommen werden, gibt es häufig auch Angebote, bei denen keine Kontoführungsgebühren berechnet werden. Gerade für bestimmte Personengruppen wie Schüler, Auszubildende oder auch Studenten haben die Banken kostenfreie Angebote im Programm.

Kostenloses Girokonto

Kunden, die ein möglichst preiswertes oder kostenloses Girokonto eröffnen wollen, sollten die Angebote genau vergleichen. Häufig ist die kostenlose Zurverfügungstellung an bestimmte Bedingungen geknüpft. So verlangen beispielsweise einige Banken, einen monatlichen Mindestgeldeingang oder begrenzen die Anzahl der monatlichen Buchungen. Wenn diese Auflagen nicht erfüllt werden, wird der Kunde dennoch zur Kasse gebeten, auch wenn das vermeintlich günstige Angebot zunächst eine kostenfreie Kontoführung versprochen hat. In einem Vergleich hat die Stiftung Warentest im September 2011 festgestellt, dass von 77 untersuchten Banken nur 23 ein wirklich kostenloses Konto ohne Bedingungen anbieten. Daher gilt für einen geplanten Kontowechsel: Augen auf bei eventuellen Bedingungen!

Steuererklärung & Absetzen

Wer nicht in den Genuss eines kostenlosen Girokontos kommt, der kann die entstehenden Kosten in seiner Steuererklärung angeben. Einen Pauschalbetrag von 16 Euro jährlich kann jeder beim Finanzamt geltend machen.

Kontowechsel

Wenn eine andere Bank deutlich günstigere Kontoführungsgebühren bietet und die Entscheidung zu einem Kontowechsel gefallen ist, so sollten die Kunden zunächst beide Konten für einen kurzen Zeitraum parallel laufen lassen. In der Regel dauert es einen gewissen Zeitraum, bis alle Buchungen und Einzugsermächtigungen umgestellt wurden, so dass einige Zeit abgewartet werden sollte, bis auf dem alten Konto keine Buchungen mehr erfolgen. Das kann zwar für den Kunden bedeuten, dass er für einige Monate noch die ungeliebten Gebühren bei seiner alten Bank zahlen muss, kann ihn aber gleichzeitig vor Rücklastschriften wegen des bereits aufgelösten Girokontos bewahren.

Dispo

Mit einem Dispo auf dem Girokonto steht Kunden gerade bei einem kurzfristigen Kreditbedarf ein flexibles und sicheres Polster zur Verfügung. Die Höhe des Dispositionskredites richtet sich nach den monatlichen Gehaltseingängen. Aufgrund der recht hohen Zinssätze ist der Dispo für eine langfristige Inanspruchnahme nicht geeignet.

Guthabenverzinsung

Die Guthabenverzinsung auf Girokonten ist in der Regel recht unattraktiv. Viele Institute koppeln die Zahlung eines Guthabenzinses an eine bestimmte Einlagenhöhe, auch Staffelungen nach Beträgen sind möglich. Bei der Wahl des passenden Girokontos sollte die Guthabenverzinsung eine untergeordnete Rolle spielen.

Sparerfreibetrag

Der Sparerfreibetrag wurde im Jahr 2009 gemeinsam mit der Werbungskostenpauschale im Sparer-Pauschbetrag neu geregelt. Dabei gilt für Ledige ein Freibetrag in Höhe von 801 Euro, für Verheiratete gilt eine Grenze von 1.602 Euro. Nur bei Kunden, die einen Freistellungsauftrag bei ihrem Kreditinstitut einreichen, nimmt die Bank keine Steuerabzüge vor. Die geltenden Freigrenzen können auch in mehreren Freistellungsaufträgen aufgeteilt werden. Wichtig ist, dass die geltenden Grenzen dabei nicht überschritten werden.

Online Banking

Die Hälfte aller Deutschen nutzt das bequeme Online Banking, bei dem die Bankgeschäfte komfortabel über das Netz erledigt werden. Die Banken haben unterschiedliche Sicherheitsoptionen im Angebot. Kunden sollten sich der Risiken beim Online Banking bewusst sein, das gilt insbesondere in den Fällen, in denen der Zugriff auf das Konto nicht vom eigenen PC aus erfolgt.

Online Konto

Die Eröffnung eines Online Kontos im Internet ist problemlos möglich. Nachdem die Unterlagen ausgedruckt wurden, erfolgt in der Regel mittels des PostIdent-Verfahrens eine Legitimationsprüfung des Antragstellers. Üblicherweise können Kunden schon nach wenigen Tagen mit ihrem neuen Konto arbeiten.

Direktbanken

Alle großen Banken haben Direktbank-Töchter am Markt etabliert. Diese Banken verfügen über kein eigenes Filialnetz sondern stehen ihren Kunden nahezu rund um die Uhr über Internet, Telefon oder E-Mail zur Verfügung. In einer Studie wurde im Jahr 2011 die INGDiba zur besten Direktbank Deutschlands gekürt.

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