Dispo

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Ein Dispositionskredit, kurz Dispo, wird unbefristet auf einem Girokonto zur Verfügung gestellt. Dabei richtet sich die Höhe des eingeräumten Kredites nach den monatlichen Gehaltseingängen. In der Regel gewähren Banken einen Dispositionskredit in Höhe von maximal drei Monatsgehältern.

Die Einräumung eines Dispos

Wichtigste Voraussetzung für einen Dispokredit ist neben der Volljährigkeit der Nachweis eines ungekündigten Arbeitsverhältnisses. Der Kreditrahmen wird zeitlich unbegrenzt zur Verfügung gestellt und eine revolvierende Inanspruchnahme ist möglich. Bis zu der zugesagten Grenze kann der Dispokredit jederzeit ausgeschöpft werden. Besteht das Girokonto bei einem Kreditinstitut schon länger, so räumen viele Banken den Kredit automatisch anhand der monatlichen Gehaltseingänge ein. Die Rückzahlung erfolgt nicht in Raten sondern aus den laufenden Eingängen auf dem Konto. Die meisten Institute nehmen in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der Kreditlinien vor und passen diese bei einer Änderung der Zahlungseingänge gegebenenfalls an.

Was kostet ein Dispo?

Die Einräumung eines Dispos ist kostenlos, erfolgt keine Inanspruchnahme, so entstehen auch keine Kosten. Zinsen werden auf den in Anspruch genommenen Betrag berechnet. Reduziert sich die Inanspruchnahme durch einen Geldeingang, so werden die Zinsen auf den verminderten Betrag berechnet. Abgerechnet werden die Zinsen normalerweise alle drei Monate zum Ende des Quartals gemeinsam mit der Kontoabrechnung. Wer sein Konto dauerhaft im Minus führt, kann hier durchaus einmal mit bösen Überraschungen rechnen, denn die Zinssätze für einen Dispokredit liegen zwischen rund 5,5 und 14 Prozent. Trotz des derzeit niedrigen Zinsniveaus zahlen Kunden für einen Kreditrahmen recht hohe Zinsen. Es empfiehlt sich daher, die Inanspruchnahme des Dispos nur für kurzfristige Zahlungsengpässe zu nutzen. Kann die Summe auch über einen längeren Zeitraum hinweg nicht zurückgezahlt werden, stehen andere Kreditarten, wie beispielsweise ein Ratenkredit zur Verfügung.

Untersuchung der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat in einer Untersuchung im September 2011 ermittelt, dass die deutschen Banken trotz der günstigen Kapitalmarktlage teilweise noch immer zu hohe Zinsen für Dispokredite in Rechnung stellen. Insgesamt haben die Warentester dabei 1.600 Banken unter die Lupe genommen. Der Test ergab, dass gerade kleine, regional tätige Kreditinstitute häufig kräftig bei den Dispozinsen zulangen. Besonders teuer kann es werden, wenn ein Kunde sein Konto über den zugesagten Kreditbetrag hinaus überzieht. In diesen Fällen berechnen die Banken einen Überziehungszuschlag. Bei einigen Kreditinstituten können so Zinssätze von bis zu 19 Prozent zustande kommen.

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