Einlagensicherung bei Festgeld-Anlage

01.07.2013

Es ist ein historisches Tief: Der Leitzins liegt auf einem Niveau von 0,5 Prozent. Vor dem Hintergrund einer niedrigen Inflation und einer hohen Arbeitslosigkeit ist eine Änderung momentan nicht in Sicht. Als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) will sich Mario Draghi sogar die Option einer weiteren Senkung offenhalten. Während sich Kreditnehmer freuen, sinkt die Rendite vieler Sparer unter die Inflationsrate. Damit verliert das Geld faktisch an Wert. Einen Ausweg bietet die Festgeldanlage.

Vor Verlusten geschützt

Die niedrigen Zinsen der Hausbank stellen derzeit keinen Anreiz zum Sparen dar. Eine interessante Alternative ist die Eröffnung eines Festgeldkontos: Wer nicht auf eine tagtägliche Verfügbarkeit seiner Ersparnisse angewiesen ist und sein Geld für eine längeren Zeitraum bindet, profitiert von höheren Zinsen und kann der Entwertung damit entgegenwirken. Vor Verlusten durch eine Bankenkrise schützt dabei die Einlagensicherung.

Das Prinzip der Entschädigung

Muss das Kreditinstitut Konkurs anmelden oder ist aus anderen Gründen nicht zur Rückzahlung der Einlagen in der Lage, greift die gesetzliche Einlagensicherung. Diese sorgt für eine maximale Absicherung der Anleger, der über die Entschädigungseinrichtung der Banken 100 Prozent der investierten Summe zurück erhält. Dies gilt jedoch nur bis zu einer Grenze von höchstens 100.000 Euro. Daraus ergibt sich ein großes Verlustrisiko für höhere Einlagen. Diesem wirken Finanzinstitute wie die IKB entgegen, indem sie sich in einem zusätzlichen Sicherungssystemen wie dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken oder dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes öffentlicher Banken zusammenschließen. Auf diese Weise wird die gesetzliche Grundsicherung deutlich erhöht: Durch die freiwillige Einlagensicherung kann das Vermögen jedes einzelnen Kunden in Millionenhöhe abgesichert werden.

Risiken der Festgeldanlage

Das mit der Festgeldanlage verbundene Risiko ist sehr gering. Zu beachten ist in jedem Fall, dass die investierte Summe in der Regel für die Dauer der gesamten Laufzeit nicht angerührt werden kann. Wer sich für diese Form des Sparens entscheidet, sollte den entsprechenden Betrag daher tatsächlich erübrigen können. Zwar gibt es durchaus Angebote, die eine vorherige Auszahlung erlauben - hier aber ist mit starken Abzügen zu rechnen. Steigen Leit- und Tagesgeldzins über den Wert des Festgeldes, drohen zudem Verluste. Damit ist vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse allerdings nicht zu rechnen. Im Gegenteil: Findet die angedachte Senkung tatsächlich statt, ist der Profit besonders hoch.

Die Eröffnung eines Festgeldkontos

Die Festgeldanlage sieht keine monatliche Sparrate vor: Wer ein entsprechendes Konto eröffnet, zahlt den gewünschten Betrag auf einen Schlag ein. Die gewährten Zinsen sind für die gesamte Dauer der Anlage garantiert. Etwaige Schwankungen müssen folglich nicht in Kauf genommen werden. Nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit erhält der Anleger die Investition mitsamt der angesammelten Zinsen zurück. Grundsätzlich gilt: Je länger das Kapital gebunden wird, desto höher fällt auch der jeweilige Zinssatz aus. Hier stehen verschiedene Varianten zur Auswahl.

Festgeld - eine lohnenswerte Alternative

Im Angesicht niedriger Zinssätze droht Sparern die Entwertung ihres Geldes. Dieser kann durch eine Festgeldanlage entgegengewirkt werden. Während kürzere Laufzeiten mit schlechteren Konditionen verbunden sind und vor allem in Erwartung auf eine Anhebung des Leitzinses zu empfehlen sind, lässt sich mit längeren Laufzeiten oftmals eine gute Rendite erzielen.

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