Steuererklärung 2013

Kontoführungsgebühren Teaser

Mit dem Einzug des Frühlings rückt auch der Abgabetermin für die Steuererklärung näher. Doch die komplexe Steuergesetzgebung und umständlich formulierte Steuerformulare nebst Anleitungen lassen die alljährliche Steuererklärung für die meisten Steuerzahler zu einer ungeliebten Mühsal werden. In diesen Momenten ist es wichtig sich Positives ins Gedächtnis zu rufen, nämlich die Steuererstattung, die nahezu jeder durchschnittliche Steuerzahler erwarten darf. Fachliche Unterstützung bieten ein kostenpflichtiger Steuerberater, der örtliche Lohnsteuerhilfeverein oder die passende Steuersoftware.

Aktuelle und für die Steuererklärung 2012 relevante Änderungen

Der Gesetzgeber hat mit dem Steuervereinfachungsgesetz einige Veränderungen im Steuerrecht vorgenommen. Eltern erfahren Erleichterung hinsichtlich der Absetzbarkeit von Betreuungskosten für Kinder. Betreuungskosten können in der Steuererklärung 2012 als Sonderausgaben abgesetzt werden, wobei es unerheblich ist, ob die Betreuungskosten aus beruflichen oder privaten Gründen entstanden sind. Veranschlagt werden können maximal zwei Drittel der Kosten von einem maximalen Betrag von 6.000 Euro. Die Entscheidung des Bundesfinanzhofes steht indes noch aus, ob die Begrenzung auf die genannte Höhe auch tatsächlich rechtmäßig ist. Auch für den Bezug von Kindergeld für ältere Kinder sowie für den Kinderfreibetrag wurden die Regeln vereinfacht. In der Steuererklärung 2012 sind die Einkünfte von Kindern in der Erstausbildung beziehungsweise im Erststudium bedeutungslos.

Außerdem wird der Arbeitnehmerpauschbetrag auf 1.000 Euro ohne weitere Nachweise angehoben und kann als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Änderungen gibt es auch für Vermieter, die Wohnraum an Angehörige vermieten. Dann entfällt die bis dahin erforderliche Prognose über die Gewinnerzielungsabsicht für die folgenden dreißig Jahre. Außerdem muss ein Mietvertrag geschlossen und die Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen. Auch für Berufspendler gibt es Änderungen. Sie haben ab sofort ein Wahlrecht zwischen der Geltendmachung der Pendlerpauschale in Höhe von 30 Cent pro Kilometer oder der Veranschlagung der Kosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie Bus und Bahn.

Nicht neu, aber für jeden Steuerzahler wichtig zu wissen ist, dass auch Kontoführungsgebühren als Werbungskosten geltend gemacht werden können, wobei eine Differenzierung in privaten und beruflichen Nutzungsanteil nicht erforderlich ist. Anders verhält es sich bei einem Konto, das ausschließlich zu Vermietungszwecken genutzt wird, bei dem die tatsächlichen Kontoführungsgebühren als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2012

Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2012 endet für viele Steuerzahler am 31. Mai 2013. Diese Frist kann durch formlose Antragstellung beim zuständigen Finanzamt meist problemlos bis zum 30. September 2013 verlängert werden. Wird ein Steuerberater mit der Bearbeitung der Steuererklärung für das Jahr 2012 beauftragt oder der örtliche Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis zum 31. Dezember 2013.

Diese Regelung gelten für Steuerzahler, die einen Freibetrag für den Lohnsteuerabzug beantragt haben oder solche, die Lohnersatzleistungen wie beispielsweise Elterngeld oder Krankengeld bezogen haben, die über 410 Euro liegen. Eine Steuererklärung ist außerdem zwingend bei außerordentlichen Einkünften wie einer Abfindung oder bei Arbeitnehmern, die mehr als einen Arbeitgeber haben. Gleiches gilt für Nebeneinkünfte über 410 Euro, beispielsweise durch Mieteinnahmen, sowie für Eheleute, bei denen einer nach Steuerklasse V oder VI versteuert wird. Für den überwiegenden Teil der Steuerzahler ist die Abgabe der Steuererklärung freiwillig und an keine Frist gebunden. Allerdings werden Steuerabrechnungen vom Finanzamt nur für die vergangenen vier Jahre bearbeitet, sodass 2013 noch Steuererklärungen für das Jahr 2009 abgegeben werden können.

Unterstützende Steuersoftwareprodukte

Für die Bearbeitung der Steuererklärung für das Jahr 2012 stehen kostenpflichtige Software und Freeware wie etwa Elster zur Wahl, wobei die Entscheidung auch abhängig ist von der Benutzerfreundlichkeit, vom Preis und den notwendigen Funktionalitäten. Steuersoftware auf CD gehört indes zu den Auslaufmodellen, während der Trend in Richtung Online-Steuererklärung geht. Das liegt vor allem an der Aktualität und die Anpassung von Online-Steuererklärungen an die aktuelle Steuergesetzgebung. Außerdem entfallen eine aufwändige Installation sowie das Aufspielen von Updates.

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