Sparerfreibetrag

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Bis zu einer bestimmten Grenze sind Kapitalerträge steuerfrei. Der Gesetzgeber hat einen Sparerfreibetrag in Höhe von 750 Euro für einen alleinstehenden Steuerpflichtigen festgelegt. Für Verheiratete gilt eine Obergrenze von 1.500 Euro im Jahr. Zu diesen Beträgen können noch die Werbungskostenpauschale in Höhe von 51 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 102 Euro für gemeinsam veranlagte Ehegatten hinzugerechnet werden. Insgesamt kommen Alleinstehende so auf einen Sparer-Pauschbetrag von jährlich 801 Euro, während Verheiratete mit 1.602 Euro freien Erträgen rechnen können.

Gesetzliche Grundlage des Sparerfreibetrages

Der Sparerfreibetrag ist in § 20, Absatz 4 des Einkommensteuergesetzes geregelt. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber kräftig an den Freibeträgen geschraubt, während sie im Jahr 2003 noch bei 1.550 Euro für einen Single lagen, haben sie sich im Laufe der Zeit nahezu halbiert. Seit 2009 hat man den Sparerfreibetrag mit der Werbungskostenpauschale zum Sparer-Pauschbetrag zusammengefasst. Auf Erträge, die über den Sparer-Pauschbetrag hinaus gehen, muss Abgeltungssteuer gezahlt werden.

Freistellungsauftrag beim Kreditinstitut hinterlegen

Um in den Genuss des Sparerfreibetrages zu kommen, müssen die Sparer bei ihrer Bank einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge hinterlegen. Bis zu der im Freistellungsauftrag festgelegten Höhe, erhalten die Sparer die Zinsen ohne einen Steuerabzug ausgezahlt. Dabei gelten die obengenannten Grenzen. Übersteigen die Kapitalerträge den im Freistellungsauftrag festgesetzten Betrag, so ist der übersteigende Betrag steuerpflichtig. Kunden, die Sparguthaben bei unterschiedlichen Instituten unterhalten, können den Freibetrag aufteilen und mehrere Freistellungsaufträge stellen. In diesen Fällen werden die Summen aller Freistellungsaufträge addiert und dürfen die gesetzten Grenzen nicht überschreiten.

Die Abgeltungssteuer

Seit 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungssteuer und Kapitalerträge werden pauschal mit 25 Prozent besteuert. Dazu zählen Zinsen, Dividenden, Kursgewinn oder auch Prämien und Ausschüttungen von Fonds. Zusätzlich zu Abgeltungssteuer werden noch der Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer erhoben. Pauschal betrachtet liegt für den Steuerpflichtigen der Abzugsbetrag bei rund 28 Prozent. Die Kreditinstitute sind verpflichtet, die Steuer direkt einzubehalten und an das zuständige Finanzamt des Steuerpflichtigen weiterzuleiten, so dass dem Sparer nur der Nettoertrag ausgezahlt wird. Bei Sparern, bei denen das zu versteuernde Einkommen unter dem steuerpflichtigen Grundfreibetrag liegt, wird keine Abgeltungssteuer eingehalten. In diesen Fällen benötigen die Kreditinstitute eine Nichtveranlagungsbescheinigung des zuständigen Finanzamtes. Bis zum Jahr 2014 hat der Gesetzgeber einen Anstieg des Grundfreibetrages geplant. Anhand der nachfolgenden Tabelle des Bundesfinanzministeriums lassen sich Entwicklung und geplante Erhöhungen verfolgen:

Jahr Freibetrag Singles Freibetrag Ehepaare
20097.834,00€15.668,00€
2010-20128.004,00€16.008,00€
20138.130,00€16.260,00€
20148.354,00€16.708,00€

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