Kontoführungsgebühren absetzen & Steuererklärung

Kontoführungsgebühren Teaser

Die Kontoführungsgebühren können in der Steuererklärung Berücksichtigung finden. Sie sind mit einem Betrag von 16 Euro pauschal bei den Werbungskosten anzugeben. Auch wenn die tatsächlichen Kosten für die Kontoführung geringer ausgefallen sind, kann dieser Pauschalbetrag abgesetzt werden. Bei gemeinsamt veranlagten Ehegatten können, wenn jeder Ehegatte ein eigenes Konto unterhält, 32 Euro veranschlagt werden.

Wer höhere Kosten für Kontoführungsgebühren in seiner Steuererklärung angeben will, muss beim Finanzamt die angefallenen Kosten glaubhaft belegen. Das kann beispielsweise durch Vorlage der entsprechenden Kontoabrechnungen oder Kontoauszüge geschehen. Die in der Kontoabrechnung gegebenenfalls enthaltenen Sollzinsen für die Inanspruchnahme eines Überziehungskredites können nicht angerechnet werden. Es gelten die reinen Kosten, die die Bank für die Führung des Girokontos erhoben hat.

Wird der Arbeitnehmerpauschbetrag überschritten?

Der Werbungskostenpauschbetrag oder Arbeitnehmerpauschbetrag wurde vom Gesetzgeber ab 2011 auf einen Betrag von 1000 Euro festgesetzt. Für das Jahr 2010 gilt eine Pauschale von 920 Euro. Das bedeutet, jeder Arbeitnehmer kann ohne weiteren Nachweis 1000 Euro für das Jahr 2011 oder 920 Euro für 2010, Werbungskosten in seiner Steuererklärung zugrunde legen. Wer ohnehin innerhalb dieser Pauschale bleibt, der muss auch die Kosten für die Kontoführung nicht separat in der Steuererklärung angeben, denn dann sind diese ohnehin in dem Pauschbetrag für Werbungskosten enthalten. Erst wenn höhere Beträge als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden sollen, müssen diese dem Finanzamt nachgewiesen werden. In diesen Fällen können Arbeitnehmer auch die Kontoführungsgebühren in ihrer Steuererklärung angeben.

Arbeitnehmer sollten Belege gewissenhaft sammeln

Neben den Kontoführungsgebühren können auch weitere Werbungskosten in der Steuererklärung veranschlagt werden. So zählen auch die Fahrtkosten zur Arbeitsstelle, Fachliteratur zur Weiterbildung, Fortbildungskosten oder auch Steuerberatungskosten und Spenden zu den Werbungskosten. Arbeitnehmer sollten Belege und Rechnungen also gut aufbewahren, damit sie dem Finanzamt nachgewiesen werden können. Damit das Finanzamt die Kosten anerkennt, wenn der Arbeitnehmer die gesetzliche Pauschale überschreitet, müssen die Kosten immer glaubhaft dargelegt werden.

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